Jeder von uns spürt die Liebe, die von der Schöpfung und deren Schönheit ausgeht. Viele Menschen lieben es, sich in der Natur aufzuhalten, manche mögen das Meer andere lieben es durch Wälder zu streifen, im Gebirge zu wandern, in der Wüste zu sein, im Ozean zu tauchen oder in den Lüften zu schweben – entweder in der Vorstellung oder in der Wirklichkeit. Jeder von uns hat Liebe für die Natur, jeder bewundert die Welt und die Schöpfung, in welch wunderbarer Welt wir leben.
Nach jüdischer Auffassung hat der erste Mensch, Adam die gesamte Schöpfung zusammengerufen und hat gesagt: „Lasst uns niederknien und uns verbeugen vor dem Herrn, unserem Schöpfer“. Der König David wiederholt diesen Satz im berühmten Buch Tehillim, das Buch der Psalmen, das er dem Schöpfer geschrieben hat.
Mehr als die Schöpfung verwundert uns der Schöpfer, den man nicht sehen kann und der sich in der Schöpfung versteckt. Und so besitzt der Mensch eine wunderbare Gabe. Er kann staunen über das was er sieht und er kann beten. Es gibt die Möglichkeit, im Gebet bestimmte Dinge zu erbitten, für sich selbst oder für andere – ein tiefergreifendes Gebet jedoch ist ein Gebet, das nichts erbittet, sondern eher eine Danksagung ist an das Privileg, an den Wundern seiner Schöpfung teilhaben zu dürfen. So wunderbar ist der Schöpfungsprozess, dass die Beobachtung und das Bestaunen derselben eigentlich die wahre Freude im Menschen hervorruft.
Die in den Liedern ausgewählten Texte stammen entweder aus dem Buch der Psalmen „Tehillim“, aus dem 5. Buch Moses oder aus dem Hohelied. Der Sinn der Lieder ist es, den Wunsch für ein Gebet zu erwecken oder als Grundlage für ein Gebet zu dienen.
Hierzu sollte man wissen, dass der König David diese 150 Psalmen dem Schöpfer gesungen hat. Der Gesang hat die Kraft, ein Gebet hoch zu heben in den Saal des Liedes, dieser Saal hat die Besonderheit, gleich neben dem Saal der Reue zu liegen. Eigentlich wartet der Schöpfer, dass jeder von uns ein persönliches Lied für ihn singt, und auch, dass wir zusammen singen. Die Schöpfung ist ein Werkzeug dafür, den Schöpfer in der Welt erscheinen zu lassen. Seine Gedanken und sein Sein sind eins.
Hodu, Baruch she amar, Psukei de Zimra, Ishtabach.
Nach dem Gebet spricht man: Baruch shem kvod malchuto leolam vaed und weiter „…….
Dann spricht man im Stehen und mit dem Gesicht nach Jerusalem gewendet folgendes:
„Mitleidiger König, der Gutes seinen Geschöpfen tun möchte, der aus diesem Grund die gesamte Welt gezeugt hat, um in der Welt enthüllt zu werden, so dass wir es wert sind, Dich zu kennen. Dies ist die größte Gunst, den Schöpfer zu kennen. Alles Gute und alle Wunder, die Du uns täglich tust, sind zu dem Zweck, dass wir Dich kennen werden. Deine Mitzvot zu erfüllen, genauso wie es in der Tora des Moshe, Deines Propheten steht.
Sei es Wille vor Dir, dass wir bald die vollendete Erlösung erleben werden und dass Du uns zu völliger Reue zurückführst und dass wir Dir in Liebe dienen können, und öffne uns Deine guten Schätze, um uns zu langem, wahren Leben, zu gutem Einkommen und nehme all unsere Gebete an, rette uns vor unseren Feinden und schicke Gesundheit an alle Kranken und nähere uns an Deine Arbeit, und lass uns die Gnade zuteil, unter denjenigen zu sein, die dahingehend agieren, Dein Königreich zu vervollkommnen. Gelobt seist Du der Herr, der das Gebet erhört. “
Shabbat und Feiertage für den Ben Noach
„Gelobt seist Du, Schöpfer, König der Welt, der die Frucht des Baumes schafft.“
„Gelobt seist Du, Schöpfer, König der Welt, der verschiedenes Gebäck schafft."
„Gelobt seist Du, Schöpfer, König der Welt, der die Frucht der Rebe schafft“.
… „Gelobt seist Du, Schöpfer,König der Welt, der uns schafft und uns erhält und uns bis zu dieser Zeit am Leben erhält.“
